Geschichte

Die Ortschaft Kalec wurde das erste Mal im Jahre 1234 erwähnt, die ersten Nachrichten über das Kastell reichen bis ins Jahr 1543. Nach der Schlacht auf dem Weißen Berg (Bílá hora) 1623 wurde der Ort mit dem Hof und Mühle vom Kaiser an den Zisterziankloster in Plasko geschenkt. Zwischen den Jahren 1710–16 ließ der Abt Evžen Tyttl einen neuen Barockhof mit der St.-Markéta-Kapelle bauen, wahrscheinlich an Stelle des ehemaligen Kastells. Für seinen Architekten wird J. B. Santini-Aichel gehalten. Nachdem das Kloster im Jahre 1785 von Josef dem II. aufgelöst worden war, ging Kalec sowie der gesamte Gutsbesitz Plasko unter die Religionfondsverwaltung über. In den Jahren 1805–28 war im Hof eine Tuchfabrik. Nach der Abschaffung vom Herrendienst verfiel die Ortschaft ganz.

Bei der 1. Bodenreform hat der Hof seinen Besitzer gewechselt, an dessen Nachfahren – Familie Brček - der Hof nach 1989 zurückgegeben wurde. Die jetzigen Besitzer gaben sich Mühe den Hof zu renovieren und nach und nach haben sie einen großen Teil des Hofs dermaßen renoviert, dass dieses prachtvolle Denkmal erhalten blieb.

Architektur

Der Grundriss des Hofs Kalec ist der merkwürdigste unter allen Barockhöfen des Klosters von Plasko – seine geometrische Konstruktion und untereinander kompatible Ausmaße einzelner Teile bilden eine ganze Reihe interessanter Verbindungen. Der Hofbautengrundriss bilden zwei gegenüberliegende unterschiedlich ausgebreitete „V“. In der südwestlichen Ecke des ersten „V“ steht das dominante Schlossgebäude. Das schmale und hohe Schlossgebäude hat zwei Wohngeschosse und dazu trägt es drei Geschosse Speicherräume.

Auf der inneren Seite des mittleren Schlossteils ist zwischen den Fenstern des ersten Geschosses das steinerne Wappen des Klosters von Plasko vom Jahre 1769, darüber befindet sich eine Inschrifttafel mit einem Chronogramm und über dieser eine Sonnenuhr.

Vor dem Schloss war im 19. Jahrhundert ein Ziergarten.

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